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Rear Window – Das Fenster zum Hof

USA 1954, 112 min., R: Alfred Hitchcock, D: James Steward, Grace Kelly

Durch sein gebrochenes Bein an den Rollstuhl gefesselt und unfähig, allein sein Zimmer zu verlassen, widmet der Journalist Jeff (James Stewart), von außen unsichtbar hinter den Vorhängen seines Fensters verborgen, seine Zeit dem Treiben im Hinterhof seines Hauses. Da er keine andere Beschäftigung hat, außer den Besuchen seiner Verlobten aus gutem Hause Lisa (Grace Kelly), die ihn in ihre eigene, ihm aber fremde Welt holen möchte, entwickelt sich zwischen ihm und den ihm unbekannten Beobachteten ein eigenes, jeweils ganz unterschiedliches Verhältnis.

In einer seiner schlaflosen Nächte beobachtet Jeff seltsame Aktivitäten seines Nachbarn Thorwald, ein großer schwerer Sack, der Schatten eines großen Messers – traumhafte Bilder, die in wachschlafendem Zustand in sein Bewußtsein dringen. Oder aufmerksame Beobachtung und blitzschnelles Kombinieren? Durch das Objektiv seiner Kamera versucht er, den Ereignissen besser zu folgen, doch einige Momente entgehen ihm. Am folgenden Tag ist die durch ihre Krankheit ans Bett gefesselte (auch sie!) Frau Thorwald verschwunden. Jeff ist sich nun gewiß, Zeuge eines Verbrechens gewesen zu sein, und überredet seine Pflegerin Stella, seine Verlobte und einen befreundeten Detektiv, Thomas, ihm bei der Ermittlung der Geschehnisse zu helfen.

Die Kamera übernimmt vollständig die Sicht des Protagonisten, bis zum letzten ‚Endkampf‘. Der Zuschauer wird in Jeffs Situation versetzt, und erlebt seine Nachbarn genauso, wie Jeff sie aus seiner individuellen Lage heraus erlebt. Es wird deutlich, wie sie zur Projektionsfläche seiner eigenen Persönlichkeit, seiner eigenen Geschichte und Erinnerungen werden können, weil sich ihm die reinen Bilder, ohne Zusatzinformationen darbieten, so daß sie, in jede Richtung offen, sich den Assoziationen des Betrachters unterordnen.

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THX 1138

USA 1970, R: George Lucas, D: Robert Duvall, Maggie McOmie, Donald Pleasence

Work, Sex & Drugs

Robert Duvall spielt THX 1138, einen Arbeiter in einer futuristischen Gesellschaft. Das Leben hier ist stark reguliert, Sex illegal und tägliches Sedieren mit Medikamenten gesetzlich vorgeschrieben. Als seine Mitbewohnerin LUH 3417 die Sedativa durch stimulierende Mittel ersetzt, erfährt THX, über schwere Entzugserscheinungen hinaus, zum ersten Mal Emotionen, und bricht aus dem ihm vorgegebenen Rahmen aus.

THX lebt in einer streng automatisierten Welt: die Menschen sind uniform und leben in einer weißen und spartanischen Welt unter der Erdoberfläche. Entscheidungen fällt der Computer, das Gesetz wird von Automaten überwacht. Alle Aktionen werden mit Überwachungskameras aufgezeichnet.

George Lucas entwickelt in seinem Frühwerk eine beklemmende Dystopie. Jegliche individuelle Freiheit wird zu Gunsten der Sicherheit, dem wirtschaftlichen Fortschritt und der Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Muster durch Vergabe von Sedativa beschränkt.

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* DVD-Trailer:

Der 15minütige Kurzfilm von George Lucas, auf dem der lange „THX 1138″ basiert:




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